Benefiz-Radtour

 Am 7. September fand die Benefiz-Radtour des Museum Wolmirstedt statt. Rund 60 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um an den Orten jüdischen Lebens in und um Wolmirstedt den Informationen von Anette Pilz, Karin Petersen und Schülern des Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasiums zu lauschen.

Der Schirmherr des Fördervereins „Gestrandeter Zug“, Innenminister Holger Stahlknecht, Landrat Martin Stichnoth, der stellvertretende Bürgermeister Wolmirstedts, Marko Kohlrausch und Dr. Wolfgang Schneiß, Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus nahmen an der Radtour teil.

Landrat Stichnoth, Innenminister Stahlknecht, Antisemitismusbeauftragter Dr. Schneiß und Anette Pilz stehen vor dem Bürgerhaus und begrüßen die Teilnehmer.

Vor dem ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Herrmann, erinnerten Karin Petersen und die Schüler an ihr Schicksal und verwiesen auf die Stolpersteine.

Die Teilnehmer der Radtour lauschen den Ausführungen über das Leben der jüdischen Familie Herrmann am Standort ihres Wohnhauses.

Am jüdischen Friedhof sprach Anette Pilz über die Entstehung des Friedhofs und erklärte warum jüdische Friedhöfe Orte für die Ewigkeit sind. Frau Aviv Weinberg – Freie Kantorin – sang jüdische Lieder und Psalmen.

Teilnehmer der Radtour stehen vor dem jüdischen Friedhof.

An der ehemaligen Synagoge in der Gipfelstraße berichtete Anette Pilz von den ersten jüdischen Bewohnern und den Bau des Gotteshauses. Von dort aus legte die Gruppe den Weg zu den Gleisen in Farsleben – dem Ort der Befreiung – zurück.

Die Teilnehmer stehen an den Gleisen in Farsleben, dem Ort der Befreiung.

Anschließend führte die Tour zum Friedhof, auf dem 32 jüdische Zuginsassen beigesetzt wurden. Karin Petersen informierte die Teilnehmer über Webers Hof, auf dem ein provisorisches Lazarett eingerichtet war. Schüler lasen Textpassagen aus Berichten von Überlebenden.

Bei Kaffee, Kuchen und vielen Eindrücken endete in der Kegelhalle Farsleben die Tour. Die Startgebühr von 30,00 Euro pro Person brachte dem Förderverein über 1.000 Euro ein, die für den Gedenkstein verwendet werden.